Strukturierte Lernaufgaben zum praktischen Erlernen von modernem CSS.
Jede Aufgabe enthält verständliche Erklärungen, funktionierende Codebeispiele
und klare Kriterien zur erfolgreichen Umsetzung.
Schritt für Schritt von Grundlagen bis fortgeschrittene Techniken.
Öffne dein eigenes Projekt mit index.html und style.css im Editor.
Öffne diese HTML-Datei parallel im Browser.
Arbeite Tag für Tag und Karte für Karte durch.
Übernimm das jeweilige Prinzip oder das Beispiel in dein Projekt.
Prüfe danach dein Ergebnis direkt im Browser und hake die Aufgabe ab.
Wie du die Beispiele liest
HTML- und CSS-Beispiele sind als echte Code-Blöcke dargestellt. Das bedeutet:
Die Beispiele werden nicht als echte Buttons, Überschriften oder Abschnitte gerendert,
sondern bleiben kopierbar und gut lesbar. So erkennst du genau, welchen Code du in
deine eigene Datei übertragen musst.
Wie die visuellen Hinweise gemeint sind
Farbige Tagesköpfe: helfen dir, den aktuellen Lernabschnitt sofort zu erkennen
Hinweis-Boxen: zeigen dir praktische Einbauhinweise und typische Stolperstellen
Grüne Akzeptanz-Boxen: sagen dir, woran du eine saubere Lösung erkennst
Hover-Effekte: machen Aufgaben und Navigation lebendiger und übersichtlicher
Was du in Woche 2 lernst
wie du Schriftarten, Farben und Abstände gezielt einsetzt
wie du CSS-Selektoren für verschiedene Elemente nutzt
wie du Box-Modelle, Flexbox und Grid verstehst und anwendest
wie du responsive Layouts für verschiedene Bildschirmgrößen erstellst
🚀 Tag 1
Grundstruktur & Basis-CSS
Erste visuelle Grundlagen für deinen Blog schaffen
🎯 Ziel: Titelbereich, Hero-Sektion und Fließtext so gestalten, dass deine Seite nicht
mehr
roh wirkt, sondern bereits wie ein bewusst gestaltetes Webprojekt.
1.1
Erklärung: Der Titelbereich ist oft der erste Bereich, den Besucher wahrnehmen.
Deshalb
sollte dein <h1> groß, klar und dominant wirken. Der Untertitel ergänzt den
Haupttitel,
soll ihn aber optisch nicht überholen.
📍 Wo verwendest du das?
Im Header deiner index.html, meistens direkt im obersten sichtbaren Bereich der
Seite.
🛠 Was setzt du um?
Du vergibst Klassen im HTML und schreibst dafür passende CSS-Regeln in deiner
style.css.
💡 Anleitung: Falls du bisher nur ein schlichtes <h1> ohne Klasse
hast, ergänze zuerst die Klassen .title und .subtitle. Danach setzt du die
CSS-Regeln so, dass Haupttitel und Untertitel klar voneinander getrennt wirken.
✅ Akzeptanz: Der Titel fällt sofort ins Auge. Der Untertitel
unterstützt den Einstieg, bleibt aber bewusst untergeordnet.
1.2
Erklärung: Die Hero-Sektion ist dein Einführungsblock. Sie soll sich vom restlichen
Fließtext abheben – durch Fläche, Abstände, sanfte Hintergrundfarbe und eine begrenzte Breite.
📍 Wo verwendest du das?
In einer einleitenden Section direkt unter dem Header, die Besucher in das Thema deiner Seite
einführt.
🎨 Warum ist das wichtig?
Weil dadurch sofort sichtbar wird, dass dieser Bereich inhaltlich wichtiger ist als normaler
Fließtext.
Beispiel – HTML
<section class="hero">
<h2>Willkommen auf meinem Blog</h2>
<p>Hier schreibe ich über Design, CSS und moderne Webgestaltung.</p>
</section>
💡 Anleitung: Setze die Klasse .hero auf die gesamte
<section>, nicht nur auf einen Absatz. So steuerst du Hintergrund, Padding und
Breite
des kompletten Blocks.
✅ Akzeptanz: Die Hero-Sektion wirkt wie ein eigenständiger
Bereich,
der den Einstieg in die Seite übernimmt und nicht mit dem restlichen Text verschwimmt.
1.3
Erklärung: Bevor du einzelne Spezialbereiche stylst, brauchst du gute Grundregeln
für
normalen Text. Das betrifft Schriftgröße, Zeilenhöhe, Textfarbe, Schriftfamilie und sinnvolle
Absatzabstände.
Beispiel – CSS
body {
font-size: 1.125rem;
line-height: 1.6;
color: #4a4a4a;
font-family: 'Inter', sans-serif;
}
p {
max-width: 750px;
margin-bottom: 1rem;
}
💡 Anleitung: Diese Regeln gehören eher weit nach oben in deine CSS-Datei, weil sie
globale Standards setzen. Wenn dein Fließtext zu breit ist, ergänze max-width für Absätze
oder Container.
✅ Akzeptanz: Längere Texte lassen sich angenehm lesen. Zeilen
sind
nicht zu gedrängt und Absätze haben saubere Abstände.
1.4
Erklärung: Ein Zitat soll sich deutlich vom Standardtext abheben. Dafür nutzt du
häufig
hellen Hintergrund, einen farbigen Seitenrand und einen anderen Schriftstil.
Beispiel – HTML
<blockquote class="blockquote">
„Design ist nicht nur, wie es aussieht. Design ist, wie es funktioniert.“
<br>
<cite>– Steve Jobs</cite>
</blockquote>
✅ Akzeptanz: Das Zitat ist klar als besonderes Element erkennbar.
Die
Quelle ist sichtbar, aber dezent gestaltet.
1.5
Erklärung: Ein Button ist eines der wichtigsten UI-Elemente. Er braucht Kontrast,
Polsterung, Radius, klare Zustände und ein Verhalten, das auf Hover und Fokus reagiert.
✅ Akzeptanz: Der Button wirkt sofort klickbar, reagiert sichtbar
auf
Hover und hat einen klaren Fokuszustand für Tastatur-Navigation.
🎨 Tag 2
Typografie, Farben & Design-System
Deine Seite in eine visuelle Sprache überführen
🎯 Ziel: Eine konsistente Hierarchie für Überschriften, Texte, Farben, Links und
Interaktionen schaffen, damit die Seite wie aus einem Guss wirkt.
2.1
Erklärung: Besucher sollen schon beim Überfliegen erkennen, was Haupttitel,
Abschnittsüberschrift und Zwischenüberschrift ist. Das erreichst du über Größe, Gewicht und Abstand.
✅ Akzeptanz: Die Hierarchie ist auch ohne Farben gut erkennbar.
H1
ist am stärksten, H4 am zurückhaltendsten.
2.2
Erklärung: Ein kleines Design-System beginnt mit wiederverwendbaren Farbwerten. Mit
CSS-Variablen in :root definierst du deine wichtigsten Töne zentral.
💡 Anleitung: Verwende dieselbe Primärfarbe nicht nur für Links, sondern später auch
für
Buttons, Badges oder Akzente. So fühlt sich dein Projekt zusammenhängend an.
✅ Akzeptanz: Wichtige Links und interaktive Elemente folgen einer
klaren Farblogik und sehen nicht zufällig unterschiedlich aus.
2.3
Erklärung: Nicht nur die Schriftgröße macht Text lesbar. Auch Breite, Zeilenhöhe,
Abstände und Listeneinzüge tragen wesentlich dazu bei, dass Inhalte ruhig und professionell wirken.
Beispiel – CSS
body,
p {
line-height: 1.6;
max-width: 750px;
}
ul,
ol {
padding-left: 1.5rem;
}
p + p {
margin-top: 1rem;
}
✅ Akzeptanz: Fließtext bleibt angenehm lesbar, Listen wirken
geordnet
und längere Inhalte sind visuell nicht anstrengend.
2.4
Erklärung: Meta-Informationen wie Datum, Autor oder Kategorie sind hilfreich, sollen
aber nicht mit den eigentlichen Inhalten konkurrieren. Zitate dürfen dagegen etwas stärker auffallen.
✅ Akzeptanz: Meta-Texte sind klar als Zusatzinfo lesbar, während
Zitate weiterhin einen hervorgehobenen Charakter behalten.
2.5
Erklärung: Mit einer Webfont wie Inter bekommst du sofort einen moderneren Eindruck.
Die
Einbindung erfolgt im <head> deiner HTML-Datei, die Nutzung danach über CSS.
💡 Anleitung: Der Link gehört in den <head>, nicht in den Body.
Die
CSS-Regel für font-family kommt an einen zentralen Ort in deine Typografie- oder
Grundregeln.
✅ Akzeptanz: Die Seite verwendet durchgehend die gewünschte
Schriftart und wirkt dadurch einheitlicher.
2.6
Erklärung: Hover-, Fokus-, Active- und Visited-Zustände helfen Nutzern zu verstehen,
welche Elemente anklickbar sind und wie sie bereits benutzt wurden.
💡 Anleitung: Prüfe zuerst deine HTML-Struktur. Falls diese Bereiche schon vorhanden
sind, ergänze Klassen. Falls nicht, formatiere dein Grundgerüst so um, dass die Seite semantisch und
logisch aufgebaut ist.
✅ Akzeptanz: Schon im HTML ist klar erkennbar, welche Elemente zu
welchem Bereich der Seite gehören.
3.2
Erklärung: Wenn mehrere Artikel gleich aussehen sollen, bekommen sie eine gemeinsame
Klasse wie .card. So baust du ein wiederverwendbares Muster auf.
✅ Akzeptanz: Mehrere Artikel wirken wie ein zusammengehöriges
Kartensystem und nicht wie zufällige Einzelelemente.
3.3
Erklärung: Gruppenselektoren sparen Wiederholungen, indem du ähnliche Elemente in
einer
Regel zusammenfasst. Dadurch wird deine CSS-Datei kürzer und leichter wartbar.
✅ Akzeptanz: Dein CSS enthält weniger doppelte Regeln und wirkt
aufgeräumter.
3.4
Erklärung: Mit Nachfahren-Selektoren kannst du Elemente im Kontext ansprechen, zum
Beispiel nur Links in der Sidebar oder nur Bilder innerhalb eines Artikels.
Beispiel – CSS
aside ul li a {
text-decoration: underline;
}
article header p {
font-size: 0.9rem;
color: #7f8c8d;
}
article img {
width: 100%;
display: block;
}
✅ Akzeptanz: Elemente werden nicht mehr global und unspezifisch
gestylt, sondern gezielt an der richtigen Stelle.
3.5
Erklärung: Ein besonders wichtiger Artikel oder Beitrag darf zusätzlich zur normalen
Card-Klasse noch eine Hervorhebung bekommen, zum Beispiel über Schatten oder einen Akzentrand.
✅ Akzeptanz: Die Featured-Karte fällt sichtbar mehr auf als die
anderen Karten, bleibt aber gestalterisch im selben System.
📐 Tag 4
Box-Modell, Abstände & Positionierung
Die Seite rhythmisch, räumlich und layouttechnisch sauber machen
🎯 Ziel: Präzise Abstände, klare Layout-Beziehungen und bewusst gesetzte Positionierung
für
wichtige Elemente wie Bilder, Cards und Newsletter-Bereiche.
4.1
Erklärung: Mit Padding, Margin, Radius und Schatten definierst du, wie viel Luft
eine
Karte nach innen und außen bekommt. Genau das entscheidet oft darüber, ob ein Design unruhig oder
hochwertig wirkt.
✅ Akzeptanz: Kein Inhalt klebt am Rand, Karten haben
nachvollziehbare
Innenabstände und ausreichend Abstand zueinander.
4.2
Erklärung: Nutze wiederkehrende Abstände zwischen Hero, Artikeln, Sidebar und
Footer.
Eine kleine Spacing-Skala schafft Ruhe und Wiedererkennung im Layout.
✅ Akzeptanz: Bilder passen sich sauber an ihre Breite an, fügen
sich
ins Layout ein und stören den Lesefluss nicht.
4.4
Erklärung: Manche Bereiche sollen sichtbar bleiben, weil sie Handlungsaufforderungen
enthalten. Dafür kannst du sticky oder fixed einsetzen – je nachdem, ob der
Bereich im Fluss bleibt oder fest am Viewport klebt.
💡 Anleitung:sticky eignet sich gut, wenn das Element innerhalb des
Layouts
mitscrollen und nur zeitweise haften soll. fixed ist stärker und sollte nur bewusst
eingesetzt werden.
✅ Akzeptanz: Der Newsletter-Block ist sichtbar, aber nimmt dem
eigentlichen Inhalt nicht die Aufmerksamkeit.
4.5
Erklärung: Jetzt werden Radius-Werte, Schatten, Farben, Überschriftenabstände und
Button-Stile vereinheitlicht. Genau hier entsteht der Eindruck von Konsistenz und Qualität.